Kohlenhydrate

ENERGIE AUF KNOPFDRUCK –
KOHLENHYDRATE SIND TURBO-ENERGIE-TRÄGER

Heutige, industrielle Nahrungsmittel strotzen nur so von Kohlenhydraten – Energie pur! Klingt gut? NEIN!. Wir werden regelrecht erschlagen damit – so handhabst Du sie richtig!

Kohlenhydrate
Brot und Brötchen bringen Energie

Was sind den eigentlich Kohlenhydrate? Sie werden besonders oft in Verbindung mit sportlichen Höchstleistungen, wie Fußball, Tennis oder andere kraftraubenden Sportarten genannt.
Bodybuilder essen sie verstärkt wenn sie Masse aufbauen möchten und „Tour de France“ -Athleten schaufeln sie in Massen. Bei einem Kalorienverbrauch von 4.500 – 8.000 pro Tag, je nach Strecke, auch kein Wunder.
Ca. 130.000 Kalorien in den 3 Wochen der Tour de France müssen irgendwoher kommen. Dennoch haben sie bei nur 4 Kilokalorien pro Gramm weniger als die Hälfte der Energie von Fett.
Ebenso werden sie oft als böse Dickmacher verschrien, sind aber der Hauptbestandteil der meisten Lebensmittel? Was sind denn jetzt Kohlenhydrate?

 

Kohlenhydrate sind Zucker

Genauer gesagt Zuckermoleküle. Dabei wird zwischen Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker (Disaccharide), Mehrfachzucker (Polysaccharide) unterschieden. Sie entstehen aus Verbindungen von Kohlendioxid und Wasser unter Einwirkung von Lichtenergie.

Einfachzucker

RosinenDie wichtigsten Stoffe der Einfachzucker-Gruppe stellen Glucose (Traubenzucker, Dextrose), Fructose (Fruchtzucker) und Galactose (Milchzucker) dar. Gerade die Glucose kann gut vom Körper verwertet werden und wird vornehmlich als das Speicherkohlenhydrat „Glykogen“ in Muskelzellen gespeichert.

Über die Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate müssen also zunächst wieder in den Einfachzucker Glucose“ umgewandelt werden, bevor sie dann über das Blut transportiert und von den Körperzellen aufgenommen werden. Daher auch der Begriff „Blutzucker„. Hier ist die Konzentration von Glucose im Blut gemeint.
Für die Aufnahme in die Zellen ist das Hormon „Insulin“ verantwortlich. Nach dem Essen Colakohlenhydratreicher Nahrung, steigt der Blutzuckerspiegel an und der Körper, bzw. die Bauchspeicheldrüse produziert vermehrt Insulin, um diesen wieder zu regulieren, bzw. aus dem Blut zu bekommen. Eine gewisse Konzentration ist allerdings notwendig, sonst fällt man in den sogenannten „Unterzucker„. Lebensmittel mit viel Glucose sind z.B.:

  • Honig
  • Datteln
  • Rosinen
  • getrocknete Pflaumen

HonigEin dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel kann dagegen ein Anzeichen für Diabetes sein. Bei Diabetes können die Zellen die Glucose nicht mehr richtig aufnehmen, da Insulin fehlt oder nicht richtig wirkt.
Die Folge: Tabletten oder Spritzen sind notwendig um den Insulinbedarf zu decken.

Die Fructose kann im Gegensatz zur Glucose, nicht richt vom Körper aufgenommen werden. Sie ist ca. 2,5 mal so süß wie Glucose und kommt überwiegend in Früchten vor (mit über 60% teilweise doppelt so viel wie Glucose). Aber auch im Tafelzucker (Kristallzucker) ist sie zu ca. 50% vertreten.
Durch die schlechtere Verwertbarkeit, kann sie nur ca. zu 10% vom Körper (den Zellen) aufgenommen werden. Der Rest muss über die Leber „entsorgt“ werden. Die Leber sorgt also für eine „Entgiftung“ des Körpers. Durch die starkte Ablagerung in der Leber, kann dies sogar zu einer Fettleber führen. Ähnlich der Wirkung von übermäßigem Alkoholgenuss. Lebensmittel mit recht viel Fructose sind z.B.:

  • viele Früchte (z.B. Äpfel, Melone, Banane)
  • Fruchtsäfte
  • Wein
  • Honig
  • CocaCola, Fante, Sprite
  • Trockenfrüchte

Fazit
Viele Lebensmittel enthalten viel Fructose sowie auch Glucose. Es ist also nicht immer einfach hier eine Trennung vorzunehmen. Achte aber auf einen mäßigen Verzehr von Fructose, da sie durch ihre Wirkung, Langzeitschäden verursachen kann. Sie ist für den Organismus nicht wirklich notwendig und sorgt nur für Mehrarbeit des Körpers. Wenn Kohlenhydrate, dann greife lieber zu Lebensmittel die mehr Glucose enthalten, da sie besser verwertbar sind und zu weniger „Gift“ im Körper führen. Zudem hemmt Fructose das Sättigungsgefühl und führt somit zu einer zu hohen Energiebilanz, was wiederum die Fetteinlagerung begünstigt. Die Folge: Gewichtszunahme, Leberschäden und Schlappheit/Abgeschlagenheit.

 

Zweifachzucker

ZuckerHierbei handelt es sich um eine Kombination von zwei Einfachzucker-Stoffen, also zwei Monosacchariden.
Der Rüben- und Rohrzucker (Saccharose) sind dabei die bekanntesten Disaccharide. Sie schmecken süß und werden im Körper zu Monosacchariden umgewandelt, bevor sie aufgenommen werden. Lebensmittel die Zweifachzucker enthalten sind unter Anderem:

  • Bier (Malzzucker)
  • Joghurt und Quark (Milchzucker [Lactose])
  • Süßigkeiten (Rohrzucker)
  • Kartoffeln (Stärke)
  • Hülsenfrüchte (Stärke)

Zweifachzucker enthalten, außer bei Obst, keine Vitamine oder wichtigen Mineralstoffe, enthalten allerdings einen hohen Energiewert.Der Körper kann sie sehr schnell in Glucose umwandeln und die Blutbahn befördern. Bei sehr vielen Menschen wirken derart zuckerhaltige Lebensmittel „aufputschend“ z.B. bei Süßigkeiten oder stark zuckerhaltigen Getränken. Dieser Kohlehydrat-Schub wird vom Körper sofort zur Energiegewinnung herangezogen und man fühlt sich leistungsfähiger und „wacher“.

 

Mehrfachzucker

VollkornAuch Vielfachzucker (Polysaccharide) genannt. Oft werden die Polysaccharide mit den Oligosacchariden gleichgesetzt. Diese unterscheiden sie allerdings aus Chemiker-Sicht in der länge ihrer Molekülketten, weniger in der Anzahl der Monosaccharide. Während die Ketten bei Oligosacchariden eher kurzkettig sind, sind diese bei den Polysacchariden länger.

ReisJedenfalls besteht der Mehrfachzucker aus mehreren Monosacchariden und stellt einen essentiellen Energielieferanten des Stoffwechsels dar. Die bekanntesten Vertreter sind Ballaststoffe, Stärke, Glykogen und Cellulose. Lebensmittel die reich an Polysacchariden sind, sind z.B.:

  • Getreide
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • Brot
  • Reis

KartoffelnBesonders in Form von Stärke, ist es vom Körper sehr gut verwertbar. Während Stärke vorwiegend als Speicherstoff in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt, ist Glykogen der Speicherstoff in tierischen, bzw. menschlichen Organismus. Glykogen entsteht, wenn mehr Glucose im Blut gelöst ist, als Energie benötigt wird. Der Körper speichert die Glycose dann in Form von Glykogen in Leber und Muskeln ab.

 

 

Kohlenhydrate machen dick

Dicker PoDas kann man schon sagen, ja! Aber das Problem ist primär der Überfluss, dem wir ausgesetzt sind, wenn wir nicht aufpassen. Die heutige Lebensmittelindustrie möchte uns, in unserem regelrechten Schlankheits- und Abnehmwahn, vor allem ihre fettarmen- und Light-Produkte verkaufen.
Was jedoch die Wenigsten dabei beachten, das eingesparte Fett wird auch wieder ersetzt, bzw. MUSS ersetzt werden. Warum? weil Fett ein Geschmacksträger ist und wenn dies weggenommen wird, wird auch Geschmack weggenommen … und weniger Geschmack verkauft sich nicht gut.

Dicker MenschAlso wird das fehlende Fett, meistens, eben durch Kohlenhydrate ersetzt und genau da liegt ein Problem vor.
Ein Produkt darf sich als „Leicht“ (Light) bezeichnen, sobald es mindestens 30% weniger eines Stoffes beinhaltet, als das Original. Entweder handelt es sich bei diesen Stoffen dabei um Fett oder Zucker (Kohlenhydrate). Wobei ein reduzierter Zuckergehalt in der Regel durch Zucker-Ersatzstoffe (z.B. Aspartam oder Süßstoff) ausgeglichen wird. Wenn man sich die Zutatenliste solcher Produkte nun einmal genauer ansieht, ist der Kohlenhydratanteil bei den Light-Produkten, die fettreduziert sind, oft höher als bei den Originalen. Diese Tatsache hat fatale Effekte!

 

Kein STOP-Signal des Körpers

StopFür Kohlenhydrate gibt es im Körper kein wirkliches „Genug davon“-Signal. Während man bei drei Eiern im Schnitt schon ein Sättigungsgefühl verspürt gibt es das bei Kohlenhydraten nicht. Das Stop-Signal kommt hier eher vom Volumen, den Fett- und Eiweiß-Anteilen, da man eben nie 100% pure Kohlenhydrate zu sich nimmt, sondern auch immer Fette und Eiweiße (z.B. Öle, Saucen, Fleisch).

Die meisten Diäten versuchen Fett zu reduzieren oder zu vermeiden. Damit geht also ein Sattmacher verloren. Zudem wird dem Eiweiß nicht wirklich erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt – ergo, wieder ein Sattmacher weniger. Was bleibt dann noch übrig? Kohlenhydrate!

Unter dem Strich! Fett und Eiweiß haben im Verhältnis zu Kohlenhydraten zwar einen höheren Kalorien-Gehalt, sind aber aufgrund ihrer kurzweiligen Sättigung und der Stoffwechselwirkung im Körper, nicht für dauerhafte Resultate geeignet. Mehr dazu findest du im Bereich Eiweiß und Fett!