Die Muskulatur

DIE HEIZUNG DES KÖRPERS –
OHNE MUSKELN (ER)FRIERST DU

Bei ca. 40% beim Mann und 34% bei der Frau, machen sie den größten Masse-Anteil des Körpers aus. Ohne Muskeln und Sehnen wärst du nicht lebensfähig! – ihre Aufgaben!

Muskelaufbau
Muskeln – Die Heizung des Körpers

Kennst du diesen Spruch „kein Wunder frierst du, an dir ist ja nix dran„?. Damit wird sehr oft auf das allerseits so unbeliebte „Fett“ angespielt. Hierbei wird in den Raum gestellt, dass dünne Menschen schneller frieren als etwas Korpulentere. Ist das wirklich so? – Im Grunde schon, aber das ist nicht direkt nur auf nicht vorhandenes Körperfett zurückzuführen, sondern besonders auch auf die Muskualtur. Ein entsprechender Muskelaufbau schlägt hier mehrere Fliegen mit einer Klappe.

 

Eine ganze Armee

Bei ca. 650 Muskeln im menschlichen Körper, bestehen wir aus einer ganzen Armee an kleinen Heizungen, die auf Befehl des Gehirns die Körpertempertur regulieren. Die Skelettmuskulatur ist hierbei für den Bewegungsapparat zuständig und die Organ- und Gewebs-Muskulatur hält die Organe funktionsfähig (z.B. Herz und Lunge). Allein schon 60 von diesen ca. 650 Muskeln, sitzen in deinem Gesicht und ca. 30 sorgen für Bewegung der Finger und Hände.
Ausgelöst wird die Wäreregulierung durch spezielle Rezeptoren im Hypothalamus. Diese messen die Temeratur des Blutes und versuchen es bei ca. 37°C zu halten. Fällt die Temperatur ab, wird die Muskulatur zur Wärmeproduktion angeregt, wird es zu heiß, beginnen wir zu schwitzen. Dieser Vorgang ist ständig aktiv in Bewegung.
Aber auch im Ruhezustand wird ca. ein Viertel des Energieumsatzes durch die Muskulatur erzeugt. Kommt Bewegung ins Spiel, steigt der Umsatz erheblich an und neben
Bewegungsenergie, wird somit auch Wärme erzeugt. Wer also Training für Muskelaufbau betreibt, steigert auch die Kälteresistenz.

 

Eisige Zeiten

Der Normalbreich der Körperkerntemperatur liegt zwischen 36,5 und 37,4 Grad Celcius. Um diesen aufrecht erhalten zu können, ist (Wärme)Energie notwendig. Einen Teil der, von der Muskulatur erzeugten Wärmeenergie, wird für deren Kontraktion eingesetzt (ca. 45%). Der andere Teil steht dem Körper als Körperwärme zur Verfügung um Kälteeinwirkung entgegenzuwirken und die Kerntemperatur zu halten. Zudem sorgt die Wärme für Bewegungsfähigkeit der Musklen, Sehnen und Gelenke.
Die erzeugte Wärem wird im Allgemeinen zwar als „Abfallprodukt“ deklariert, bestünde dies aber nicht, hätten wir sehr kalte Tage vor uns. Der Körper weiß also, wie er die erzeugte Energie, perfekt verwertet. Besonders wenn wir frieren und beginnen zu zittern, sind das nicht anderes, als kleine, schnelle Muskelkontraktionen, die auf diese Weise versuchen, Wärme zu erzeugen.
Ein gezieltes Muskelaufbautraining füht somit nicht nur zu einem besseren Aussehen und Entlasung von Knochen und Gelenken, sondern unterstützt den Körper auch bei der Temperaturregulierung und Kälteresistenz.

 

Fett wärmt – aber Muskeln auch

DickBei dickeren Menschen besteht nicht nur eine gewissen Fettschicht unter der Haut, sondern auch die inneren Organe sind damit umgeben. Somit wirkt die isolierende Wirkung gleich doppelt. Zudem müssen diese, aufgrund der höheren Masse, mehr Muskel-Arbeit aufbringen, z.B. für Bewegung. Dies wiederrum führt zu einer höheren Energieumsetzung und folglich zu mehr Wäremabgabe.
Betrachtet man die Frage „frieren dünne Menschen schneller, bzw. mehr?“ und diese physikalische Tatsache, allein im Hinblick auf „Körperfett“, wäre die Antwort sinngemäß „Ja“. Mehr Fett, bessere Isolation – das stimmt teilweise auch!
Dennoch, nur weil ein dünner Mensch (im Hinblick auf Fett) vielleicht kaum Fett an sich hat, kann er dafür über eine ausgepägte, definierte und trainierte Muskulatur verfügen.Dünn Der allgemeine Fintesszusatand spielt also auch eine Rolle. Auch der Gedanke „wenn er kein Fett hat, wie kommt er dann an Energie?„, kann nicht so isoliert betrachtet werden.

Mehr Muskeln erzeugen mehr Wärme, benötigen aber auch mehr Energie. Da die primäre Energie-Quelle des Körpers aus Kohlenhydraten besteht kann es durchaus sein, dass ein dünner Mensch weniger friert als ein dickerer.

Das Kälteempfinden ist eine recht individuelle Sache und kann somit nicht allein mit „dünner“ oder „dicker“, „mehr“ oder „weniger“ Fett, betrachtet werden. Faktoren wie Fitness, Gewicht (Muskeln wiegen mehr als Fett), Alter und allgemein körperliche Verfassung, spielen maßgebliche Rollen.

Agonisten und Antagonisten

Als Agonist (Spieler) wird der Muskel bezeichnet, der eine Bewegung ausführt und als Antagonist (Gegenspieler) der Muskel, der die Bewegung in dei jeweilige Gegenrichtung ermöglicht. Ein klassisches Beispiel dafür sind der Bizeps und Trizeps. Wird der Bizeps angespannt (Anheben eines Gewichts und beugen des Arms), ist damit der ausführende Muskel (Agonist). Der Trizeps wird dagegen gedehnt (Antagonist).

Beim Abenken des Gewichtes ist es dann umgekehrt. Der Bizeps wird gedehnt, wird wird somit zum Antagonist, der Trizeps wird angespannt und ist jetzt der Agonist.

Agonist_Antagonist