Trans-Fettsäure

Ungesättigte Fettsäure

Diese Stoffe sollte man als die eigentlichen, bösen Fettsäuren bezeichnen, denn diese erhöhen das schlechte LDL-Cholesterin und senken das gute HDL-Cholesterin oder führen gar zu Entzündungen. In der Natur entstehen diese eigentlich nur im Pansen von Wiederkäuern. Der Löwenanteil ist jedoch „künstliche“ erzeugt durch die heutige Lebensmittelindustrie!
Die Folgen: erhöhtes Herzinfarktrisiko, erhöhte Blutfettwerte und/oder Übergewicht. Aber was sind den Trans-Fettsäuren genau?

Diese Fettsäuren zählen zu den ungesättigten Fettsäuren mit mindestens einer trans-konfigurierten Doppelbindung. Das heißt, hier wurde deren molekulare Struktur absichtlich verändert. Insbesondere kommt dies bei der industriellen Härtung von Fetten zum Tragen. Dabei werden aus Ölen feste(re) Fette gemacht.

Es gibt zwei Arten die sich im molekularen Aufbaus unterscheiden … die cis-Konfiguraion und die trans-Konfiguration. Der Unterschied besteht in der Ausrichtung der Wasserstoffmoleküle (H = Hydrogenium).

Molekülkette ungesättigter Fettsäure in cis-Konfiguration

cis-Konfiguration

Die Wasserstoffmoleküle (H) sind in die gleiche Richtung ausgerichtet (lateinisch cis = „diesselbe“)

Molekülkette ungesättigter Fettsäure in trans-Konfiguration

tras-Konfiguration

Die Wasserstoffmoleküle (H) sind in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet (lateinisch trans = „andere Seite“)

Trans-Fettsäuren kommen vor Allem in industriell behandelten, gehärteten Fetten als Nebenprodukt einer unvollständigen Hydrierung (Bindung von Wasserstoffatome an andere Atomare Teilchen) vor. Dazu zählen z.B. Margarine oder Frittierfett. Ein natürliches Vorkommen ist verschwindend gering. Lediglich bei Wiederkäuern, also primär in Milchprodukten sind diese zu finden. Aber auch in allerlei Fertigprodukten sind diese massig vertreten, z.B. Backwaren (Kekse, Kuchen, Torten) und Süßigkeiten.

Warum macht man sowas? Nun, durch diesen Eingriff werden die technischen Eigenschaften der Fette verbessert, z.B. die Erhöhung des Schmelzpunktes, der Lagerungsmöglichkeiten oder der Haltbarkeit.

Es werden aber auch in der Natur Trans-Fette erzeugt, die wiederrum keine schädliche Wirkung haben, im Gegenteil. Beispielsweise sind diese im Fleisch von Wiederkäuern, durch bestimmte bakterielle Stoffwechselprozesse in deren Pansen, wiederzufinden und somit auch in natürlichen Produkten wie Milch oder Butter enthalten. Unbehandelte, pflanzliche Fette/Öle sind dagegen nahezu frei von ungesättigten Trans-Fettsäuren.

Ebenso werden beim Braten, bzw. Erhitzen von Fetten/Ölen mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigtern Fettsäuren (mehrfachen Doppelbindungen), ab ca. 130°C, Trans-Fettsäuren erzeugt.

Fazit
Das sind die eigentlichen Fette, die man meiden sollte. Diese künstlich manipulierten Lebensmittel in Punkto „Fett“, sind einer der wahren Gründe, warum Übergewicht und schlechte Vitalwerte die Gesellschaft belasten. Zudem wird die Fettverbrennung verstärkt ausgebremst.
Achte mal beim nächten Einkauf gezielt auf Begriffe wie „gehärtetes Pflanzenfett“ oder „teilgehärtet“ und stelle diese Produkte gleich wieder zurück ins Regal!!