Ungesättigte Fettsäure

Bei diesen Fettsäuren besteht mindestens eine sogenannte Doppelbindung von Kohlenstoffatomen in der Molekülkette. Gesättigte Fettsäuren haben diese nicht. Je nach dem ob nur eine oder gar mehrere solchen Doppelbindungen besteht, unterscheidet man zwischen einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäure.

Ungesättigte Fettsäuren dienen zur Erhaltung und Aufbau der Zellmembranen und wirken entzündungslindernd. Sie unterstüzen die Zellteilung/Erneuerung und senken den LDL-Cholesterinspiegel. Ebenso wirken sie positiv auf das Herz-Kreislauf-System und gelten als vorbeugend gegen Krebserkrankungen.

Achtung! Eine Abform der ungesättigten Fettsäuren, die „Trans-Fettsäuren“ sind hiervon ausgenommen. Diese wirken auf den Organismus eher schädigend und sollten nur sehr bedingt verzehrt, bestenfalls gemieden werden.

 

Einfach ungesättigte Festtsäuren

Diese kann der Körper zwar selbst herstellen, sollte aber auch über die Nahrung mit aufgenommen werden, da sie eine positive Wirkung auf den Cholesterinquotienten haben, indem sie den LDL-Cholesterinspiegel senken.

Es besteht eine Doppelbindung von Kohlenstoffatomen, die zudem keine Verbindung mit Wasserstoffatomen haben. Das Fett ist „einfach ungesättigt“!

Molekülkette von einfach ungesättigter Fettsäure

einfach ungesättigte Fettsäure

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Diese können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Es bestehen mehrere Doppelbindungen von Kohlenstoffatomen, die zudem keine Verbindung mit Wasserstoffatomen haben. Das Fett ist „mehrfach ungesättigt“!

Molekülkette von mehrfach ungesättigter Fettsäure

mehrfach ungesättigte Fettsäure

 

Omega 3 und Omega 6

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren lassen sich unterteilen in Omega 3 und Omega 6 und zählen zu den essentiellen, also lebenswichtigen Fettsäuren. Die 3 und die 6 bestimmen hierbei die Position der ersten vorkommenden Doppelbindung in der Molekülkette. Bei den Omega 3 Fettsäuren besteht diese am dritten Kohlenstoffatom, bei Omega 6 am sechsten. Sie fördern die Durchblutung und Sehkraft, beugen Herz-Rhythmus-Störungen vor, wirken Blutdrucksenkend, bzw. regulierend und bremsen Entzündungen. 

Die wichtigste und auch in den Medien oft kommunizierte Omega 6 Fettsäure ist die Linolsäure. Sie ist unter anderem die Basis zur Herstellung noch weiterer Omega 6 Fettsäuren (Arachidon– und GLS), die der Körper benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Sie fördert z.B. die Herzfunktion, dient der Haut- und Muskelregeneration und dient ganz allgemein als Baustoff für Körperzellen.

 

Zu beachten! Ungesättigte Fettsäuren werden schneller ranzig als Produkte mit viel gesättigten Fettsäuren. Der Grund dafür ist der molekulare Aufbau. An den freien Stellen in den Molekühlketten, können Sauerstoffatome andocken und das Fett zum „oxidieren“ bringen. Die Reaktion mit Sauerstoff nennt man „Oxidation“. Dieser Vorgang ist ähnlich dem Rosten von Metall. Gerade pflanzilche Öle, wie Raps oder Olivenöl, sollten daher trocken, kühl und dunkel gelagert werden.